Ausschnitt aus einem Brief von Rainer Maria Rilke an Franz Xaver Kappus vom 16. Juli 1903

„Und ich m??chte Dich so gut ich kann, bitten Geduld zu haben gegen alles Ungel??ste in Deinem Herzen und zu versuchen die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie B??cher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die Dir nicht gegeben werden k??nnen, weil Du sie nicht leben k??nntest. Und es handelt sich darum alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen. Vielleicht lebst Du dann allm??hlich, eines Tages, ohne es zu merken in die Antwort hinein.“